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Herzseminar mit grandioser Beteiligung

21.11.2017

Herzseminar für Patienten, Angehörige und Interessierte im Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg am 18. November 2017 mit grandioser Beteiligung.

Luftnot, die bei Belastung auftritt, die dazu führt, dass das Treppen steigen nicht mehr so funktioniert wie früher. Wasser, dass sich in den Beinen sammelt. Herzrasen und Herzstolpern, manchmal auch schon in Ruhe. Nächtlich vermehrtes Wasser lassen und schlafen nur noch mit erhöhtem Oberkörper. All dieses sind typische Symptome die durch eine Herzschwäche ausgelöst sein können. Herzinsuffizienz, der Fachbegriff für verschiedene Arten der Herzschwäche, war das Thema der diesjährigen Informationsveranstaltung die am Samstag, dem 18. November um 10 Uhr im Klinik und Rehabilitationszentrum in Lippoldsberg durchgeführt worden ist.

 
 
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Das Herzseminar fand wie in jedem Jahr statt, in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung, die derartige Veranstaltungen bundesweit begleitet. Das Thema Herzschwäche wurde dabei von der Herzstiftung vorgegeben. Herzschwäche ist ein weit verbreitetes Krankheitsbild, unter dem in Deutschland schätzungsweise 2 bis 3 Millionen Menschen leiden. Die Herzschwäche ist der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen, so müssen jedes Jahr rund 444.000 Patienten mit Problemen der Herzschwäche im Krankenhaus behandelt werden und fast 45.000 Patienten sterben jährlich an den Folgen einer Herzschwäche.

Auch in Lippoldsberg wurde unter dem Thema Herzschwäche ein informatives Programm zusammengestellt. Unter der Leitung und Moderation von Chefarzt Dr. Michael Don wurden insgesamt fünf Vorträge angeboten, die weitreichend über das Krankheitsbild der Herzschwäche aufklärten werden. Im ersten Vortrag berichtet Dr. Don über allgemeine Grundlagen zum Krankheitsbild. Es wurde erklärt, was genau für Symptome auffallen, warum diese Beschwerden auftreten und welche Ursachen eine derartige Herzschwäche auslösen können.

Im zweiten Vortrag berichtete Dr. Don stellvertretend für die erkrankte Oberärztin Frau Dr. Jutta Gietz zunächst über die notwendigen Untersuchungen, die durchgeführt werden, wenn eine Herzschwäche zu vermuten ist und anschließend über die therapeutischen Möglichkeiten.

Einen speziellen Einblick in die medikamentöse Therapie bot dann Herr Privatdozent Dr. Marco Schroeter an, der seit diesem Jahr in Lippoldsberg als Kardiologe tätig ist. Er ist Oberarzt der Abteilung Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen und in Lippoldsberg als Vertreter von Herrn Prof. Dr. med. Gerd Hasenfuß regelmäßig vor Ort.

Nach einer kurzen Pause wurde dann zwei wichtigen Kooperationspartner das Rednerpult übergeben. Zum Ausbau der Herzmedizin in Lippoldsberg besteht bekanntermaßen seit Jahren eine sehr enge Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen. Um auch den dortigen Forschungsschwerpunkt Herz- und Gehirn in der Patientenversorgung in Lippoldsberg auszubauen, sind neben Herrn Prof. Hasenfuß in den letzten Jahren zwei weitere Ordinarien der Universität Göttingen nämlich Herr Prof. Dr. Michael Quintel, Direktor der Anästhesie und Intensivmedizin und Prof. Dr. Veith Rode, Direktor der Neurochirurgie in Lippoldsberg aktiv.

Als neuer Kooperationspartner in Lippoldsberg stand Herr Prof. Dr. Ingo Kutschka zur Verfügung, mit dem die Weiterversorgung von Patienten nach Herzoperationen ausgebaut werden soll. Prof. Kutschka ist seit diesem Jahr neuer Direktor der Abteilung für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen. Zum Patientenseminar stellte sich Herr Prof. Kutschka mit einem Vortrag über neue operative Maßnahmen am Herzen den interessierten Zuhörern vor. Mit einem sehr interessanten Vortrag, gespickt mit intraoperativ aufgenommenen Videosequenzen, fesselte er die Besucher trotz der bereits fortgeschrittenen Zeit. Er ermöglichte den direkten Blick in das schlagende Herz und vermittelte den Besuchern damit Eindrücke, wie sie sonst nur den Herzchirurgen im Operationssaal ermöglicht werden.

Den Abschluss bildete dann ein weiterer Professor, der aus der Medizinischen Hochschule in Hannover angereist war. Prof. Dr. Christoph Bara, der vor seinem Wechsel an die MHH einige Jahre in Lippoldsberg tätig gewesen ist, berichtete über die Therapieoptionen im Endstadium einer Herzschwäche. Herztransplantation und Kunstherzversorgung sind die Arbeitsbereiche von Prof. Bara, die Inhalte seines Vortrages sein gewesen sind. In Kooperation mit ihm wurden in den letzten Jahren bereits eine Vielzahl von Patienten mit sogenannten Kunstherzen aus der MH Hannover zur Weiterversorgung und Rehabilitation nach Lippoldsberg verlegt.

Parallel zu den Vorträgen gab es in gewohnter Weise den Informationsstand der deutschen Herzstiftung und weitere Informationen zum Thema Ernährung und Blutdruckmessung. „Sicherlich ein umfangreiches und sehr informatives Programm,“ so Dr. Don als Veranstalter, „dass nicht nur für Patienten und Angehörige sondern auch für interessierte Besucher tiefe Einblicke in das Krankheitsbild der Herzschwäche geboten hat und darüber hinaus noch die Möglichkeit gab, mehr über die aktuelle medizinische Entwicklung im Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg und die dortige Kooperation mit den wichtigen medizinischen Zentren zu erfahren.“

Beeindruckend für die Veranstalter war das außergewöhnlich große Interesse des Publikums. Die gestellten Stühle reichten nicht aus, sodass bei mehr als 180 Besuchern mit Stühlen nachgerüstet werden musste. Aus dem Publikum kamen reichlich Nachfragen an die Referenten, was dazu führte, dass der Informationsgehalt unter individuellen Aspekten noch deutlich erweitert werden konnte. Beim Abschied äußerten viele Besuche ihren Dank und ihr Interesse an einer Vorführung der Veranstaltung im nächsten Jahr.

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verfügen über die Klinikbereiche Innere Medizin und Neurologie sowie über die Rehabilitationsbereiche Neurologische Rehabilitation, Orthopädische Rehabilitation und Innere Rehabilitation.

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