Lippoldsberg.
Einen besonderen Coup bei der Besetzung des vakanten Chefarztpostens
der internistischen Abteilung und des internistischen Rehabilitationsbereichs
hat jetzt das Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg gelandet:
Professor Gerd Hasenfuß von der Universität Göttingen hat das
Amt, das bisher Dr. Hans-Jürgen Arndt und Dr. Martin Müller übergangsweise
geleitet hatten, übernommen. Mit der Bestellung des neuen Chefarztes ist
die Lippoldsberger Klinik Lehrkrankenhaus für die Universtät Göttingen
geworden.
Damit ist sie enger Partner des dortigen Herzzentrums. Ziel dieser Partnerschaft
ist es, durch enge Zusammenarbeit die Versorgung von Patienten mit Herzkreislauferkrankungen
zu optimieren. Dies beinhaltet eine 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft und
schließt eine Lücke im regionalen Versorgungssystem von Notfallpatienten.
Diese zusätzliche Funktion des Rehazentrums wird von den Verantwortlichen
als Meilenstein auf dem Weg in die Zukunft betrachtet.
Laut Hasenfuß soll es eine Rotation von Assistenzärzten aus Lippoldsberg
und Göttingen geben. Ziel sei eine Optimierung der Ausbildung. An der Universität
Göttingen bewertetet man die Kooperation als sehr positiv. "Wir etablieren
mit dieser Partnerschaft ein neues und gesundheitspolitisch richtungsweisendes
Modell zwischen einem Haus mit Maximalversorgung und einem Haus der Regelversorgung.
Hier können Synergien ideal verwirklicht werden", erklärt Privatdozent
Dr. Günter Bergmann, Vorstand des Bereichs Krankenversorgung am Uniklinikum
Göttingen.
Rehazentrum-Geschäftsführer Wilfried Gründel ergänzt: "Die
Einbeziehung der Rehabilitation ermöglicht die Entwicklung eines modernen
integrierten Versorgungskonzeptes, in dem in idealer Weise Patienten mit Herzerkrankungen
von der Notfallversorgung bis zum Abschluss der Rehabilitation kompetent behandelt
werden können."
Darüber hinaus soll Lippoldsberg im Verbund mit dem Uslarer Krankenhaus
als Notfallstandort etabliert werden. Eine Fusion ist wichtig, weil gewisse
Abteilungen wie Chirurgie, Neurologie, Kardiologie und Orthopädie bestimmte
Größenordnungen haben müssen, um als Notfallstandort anerkannt
zu werden. Das jedoch ist nur gemeinsam zu realisieren. Außerdem benötigt
man entsprechende Möglichkeiten zur Intensivversorgung.
Doch die beabsichtigte Fusion mit dem Uslarer Albert-Schweitzer-Krankenhaus
gestaltet sich schwieriger als geplant. So wird der Northeimer Kreistag heute
doch nicht - wie ursprünglich vorgesehen - entscheiden. (ZNO)
Quelle: HNA - Hofgeismar - Artikel vom 14.10.2005