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Route 2 - Große Runde um den Heuberg

Große Runde um den Heuberg

Mittelschwer - 9,47 km – ca. 2:38 Std.
 
 

Lippoldsberg

Nach kurzem Anstieg führt der Weg bergab bis fast zum Gieselwerderer Eck. Zuvor haben Sie am Waldrand schöne Aussichten ins Wesertal passiert. Rechts ist die Ortschaft Lippoldsberg mit ihrer markanten romanischen Klosterkirche St. Georg und Maria zu entdecken.

Die erste bekannte schriftliche Nennung des Ortes Lippoldsberg unter dem Namen "Lobboldesberc" ist aus dem Jahr 1090 in einer Urkunde des Erzbistums Mainz überliefert. An der Mündung der Schwülme in die Weser bei Lippoldsberg befand sich schon in frühchristlicher Zeit eine Furt durch den Fluss.

Es gab hiesig wohl auch eine kleine Siedlung, als zu Mitte des 11. Jahrhunderts der Mainzer Erzbischof Lippold von Mainz (von dem der Ort auch seinen Namen hat) hier eine kleine Kapelle errichten ließ, aus der das spätere Kloster Lippoldsberg hervorging.

Die um 1150 fertiggestellte Basilika St. Georg und Maria ist ein hervorragendes Zeugnis einer Klosterkultur, über die im Mittelalter der Weserraum erschlossen wurde. Die erste vollständig eingewölbte Großkirche Norddeutschlands gilt deshalb als Kulturdenkmal "von nationaler Bedeutung”.

Eingebettet in die Ruhe des Weserdorfes Lippoldsberg führt die ehemalige Klosteranlage Menschen zurück in eine andere Zeit. Einige der historischen Gebäude eröffnen heute Gästen die Gelegenheit, länger in dem Ensemble zu verweilen.

Neben dem gottesdienstlichen Leben finden dort auch Konzerte mit sehr unterschiedlichen Stilrichtungen sowie Lesungen, Theater-Aufführungen oder das Open-Air-Kino im Sommer statt. Mit ihrem breitgefächerten Veranstaltungsprogramm ist die Klosterkirche Lippoldsberg ein bedeutender Kulturstandort in der Region.

Im Besucherzentrum „Klosterpforte“ finden Touristen persönliche und mediale Hilfen zur Erschließung der mittelalterlichen Anlage, aber natürlich auch die Möglichkeit, bei einer Tasse Kaffee den Turmfalken zuzuschauen oder im Klosterladen zu stöbern.

Direkt gegenüber bietet die "Herberge an der Klosterkirche" Pilgern, Wanderern, Kanu- und Radtouristen, aber auch Seminargruppen schlichte, aber stilvolle Übernachtungsmöglichkeiten in einem über 300 Jahre alten Gästehaus.

 
 

Gieselwerder

Blick auf Gieselwerderzoom
Blick auf Gieselwerder

Die älteste bekannte Erwähnung des Ortes datiert zwischen 1093 und 1225 als Werde.[2] Damals gehörte es zum Sprengel des Petersstifts Nörten. Der Bestandteil des Wortes Werder im Ortsnamen lässt darauf schließen, dass Gieselwerder ursprünglich auf einer Insel lag.

Direkt an der Weser gelegen befindet sich das Gelände, das „Gieselwerder“ genannt wird, eine ehemalige Wasserburg. Von der „Burg Gieselwerder“ sind noch Teile der Umfassungsmauer und das Fundament des Bergfrieds erhalten. Auf dem historischen Grund der alten Wasserburg stand seit dem 11. Jahrhundert ein Herrenhaus mit Nebengebäuden und Bergfried.

Die klassizistische Fachwerkkirche stammt aus dem Jahr 1813. In den letzten Jahren ist die Christuskirche aufwändig saniert worden und lädt zum Besuch der Gottesdienste oder einfach zum Verweilen ein. Die Kirche liegt am Weser-Radweg und ist im Sommer geöffnet.

Das große Fachwerkgebäude am Waldrand ist die sog. Quentinsche Mühle, einem 1863 von dem Volpriehäuser Müller Karl Schmiedthut gebautes Anwesen, 1865 von Heinrich Quentin übernommen und ausgebaut. Das Mahlwerk wurde mit Strom betrieben, die Turbine mit dem Wasser des Mühlteiches bzw. des Lumbachs angetrieben. Durch den Rückgang des Mahlbetriebes wird die Mühle seit 2009 nicht mehr bewirtschaftet.

 
 

Gottstreu und Gewissenruh – Glaubensflüchtlinge aus dem Piemont nach Nordhessen

Die Waldensersiedlungen Gewissenruh und Gottstreu sind nicht nur aufgrund ihrer idyllischen Lage im Wesertal von Bedeutung, sondern auch wegen ihrer interessanten und einzigartigen Geschichte.

Beide Dörfer wurden 1722 von Waldensern gegründet, die ihre Heimat um des evangelischen Glaubens willen verlassen mussten. Französische Gebäudeinschriften sowie französische Familiennamen weisen noch heute auf die Herkunft der Kolonisten hin.

Im Herzogtum Württemberg gründeten die Waldenser ab 1699 unter anderem die Kolonien Perouse, Pinache, Serres sowie Klein- und Großvillars. Die Siedlungsnamen weisen auf die Herkunftsorte im Val Cluson hin. Einige Réfugiés ließen sich in Dürrmenz/Enz nieder.

1720 zogen etwa 400 Waldenser aus wirtschaftlichen Gründen in Richtung Ostpreußen fort, da das Kolonistenland in Württemberg zu gering bemessen war und keine ausreichende Lebensgrundlage bot. Bereits in Berlin wurden sie jedoch aufgrund ihrer Armut abgewiesen.

Ansiedlungsprojekte in Fredericia/Dänemark und im Kurfürstentum Hannover (Winnefeld nahe Bad Karlshafen) waren ebenfalls zum Scheitern verurteilt. Landgraf Carl von Hessen-Kassel nahm schließlich einen Teil dieser Brigade der Entwurzelten aus christlichem Mitleid auf und übereignete den Waldensern Randbereiche des Reinhardswalds.

Bis 1825 wurden Gottesdienste und Schulunterricht auf Französisch gehalten!

Noch immer gelten Gottstreu und Gewissenruh bei den Nachbarn im Wesertal als "Franzosendörfer", und deren Bewohner werden als "Franzosen" bezeichnet. Französische Familiennamen wie Bertalot, Don, Mazet, Volle, Jouvenal und Seguin erinnern an die bemerkenswerte Geschichte der Waldensersiedlungen, die seit 2020 zur Gemeinde Wesertal (Landkreis Kassel) gehören. Erhalten haben sich auch einige französische Gebäudeinschriften.

Der Verein der Waldenserfreunde hat sich zum Ziel gesetzt, die leidvolle Geschichte der Waldenser im Gottstreuer Waldensermuseum zu dokumentieren, um darauf hinzuweisen, welche Entbehrungen die Vorfahren um des Glaubens willen auf sich genommen haben.

Das Wissen um die Herkunft der Waldenser möge dazu beitragen, die Strukturen der Gegenwart besser zu verstehen, um daraus Rückschlüsse für zukünftige Entwicklungen ableiten zu können.

Gegenwärtig zählt Gottstreu etwa 380 Einwohner, die Gewissenruher Dorfgemeinschaft besteht aus 90 Personen.

Die Ergotherapieschule Lippoldsberg bildet, als Teil einer der größten Fachklinken für die Rehabilitation schwer betroffener neurologischer Klienten (sog. Reha-Phase B), engagierte junge Menschen zu Ergotherapeuten aus.

Ergotherapieschule
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Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg
verfügen über die Klinikbereiche Innere Medizin und Neurologie sowie über die Rehabilitationsbereiche Neurologische Rehabilitation und Innere Rehabilitation.

Ambulante Leistungen in allen medizinischen Fachabteilungen unserer Klinik, umfangreiche Therapieleistungen und ein Hirnleistungstraining, gehören ebenso zu unseren Behandlungsmöglichkeiten.

Unsere Therapieleistungen umfassen die Bereiche:
Physiotherapie, Physikalische Therapie, Logopädie, Ergotherapie, Psychologischer Dienst / Psychotherapie, Neuropsychologie und Diätberatung.

Zu den Services und Einrichtungen in Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg gehören:
Schwimmbad und Sauna, ein „e.Motion" - Zentrum für Prävention und Sporttherapie, ein Patientencafé mit Kiosk sowie die Klinikseelsorge.

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